Niedersächsische Initiativen gründen Bündnis

Die niedersächsischen Bürgerinitiativen gegen die SuedLink-Stromtrasse haben bei einem Treffen am Samstag, 21.2. in Sorgensen/Burgdorf das

Bündnis für eine menschen- und umweltverträgliche Energieversorgung

gegründet.

Ziele des Bündnisses sind u.a., in der Öffentlichkeit gemeinsam aufzutreten, sich gegenseitig zu unterstützen und zu informieren und zum Thema von Stromleitungen im Rahmen der Energiewende das Problembewusstsein zu stärken. Gefordert wird. u.a. die Notwendigkeit der Netzausbauvorhaben vor einer Bundesfachplanung von unabhängiger Seite zu überprüfen. Auch der Einsatz technischer Alternativen, wie Power-to-Gas, wird eingefordert.

Bündnis von BIs in Nds für eine menschen- und umweltverträgliche Energieversorgung 21.02.2015 (Grundsätze)

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet über das Gründungstreffen.

Hunderte Teilnehmer bei Demo gegen Suedlink!

Der mehrere hundert Meter lange Protestzug

Hunderte Teilnehmer nahmen an den Kundgebungen und dem Protestmarsch gegen den Suedlink in Garbsen teil, Zählungen und Schätzungen gehen von insgesamt rund 700 Teilnehmern aus: Auf dem Protestzug wurden 500 Demonstranten gezählt; nicht jeder konnte bei eisigem Wetter die ganze Strecke mitlaufen, etwa je 100 zusätzliche Demonstranten stießen an den beiden Kundgebungsplätzen hinzu oder liefen einfach nur ein Stück des Weges mit.

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Die Veranstaltung begann um Punkt fünf vor zwölf mit der Begrüßung durch Frau Prötel vom gastgebenden Gefügelhof Kuhlmann und durch den Versammlungsleiter Herrn Steinmetz.

Eröffnung der  Kundgebung in Osterwald

In kurzen Ansprachen kritisierten danach der Garbsener Bürgermeister Grahl, der Osterwalder Ortsbürgermeister Haase, Herr Schenk vom Heimatbund Frielingen, Herr Wachtel vom Nabu und die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg das intransparente, beschleunigte Verfahren für die Stromtrasse:

Während die Gemeinden im Osten Hannovers seit einem Jahr informiert seien, finde für Garbsen eine Bürgerbeteiligung zweiter Klasse im Schnellverfahren statt. Zudem wurde kritisiert, dass die Trasse ALT_091 nicht als fachlicher Vorschlag entstanden sei, sondern im Rahmen einer anonymen Bürgerbeteiligung im Osten Hannovers eingebracht wurde – ein solcher Vorschlag könne niemals Akzeptanz finden. Die Beeiträchtigung der Hannoverschen Moorgest und der Erholungs- und Entwicklungsräume in Garbsen an der Trasse sei inakzeptabel.

Unterstützung war aus Bürgerinitiativen der ebenfalls von der ALT_091 betroffenen Orte Wennigsen, Seelze und aus der Wedemark und dem Calenberger Land angereist. Auf großen Bannern und Plakaten forderten auch sie die Streichung der Trasse ALT_091.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet

Der Protestzug windet sich durch die Landschaft

Gegen 12.15 Uhr setzte sich der Demonstrationszug dann in Richtung Meyenfeld in Bewegung, und wer sich für die fast 4km lange Strecke fit genug fühlte, machte sich auf den Weg. Mehrere hundert Meter lang zog sich der Protestzug durch die freie Landschaft, die mit der Stromtrasse überbaut und zerstört werden soll. Ein eindrucksvolles Bild des Widerstandes gegen die Monstertrasse! Im bunten Protestzug mit zahlreichen Fahrrädern, aber auch Rollern, Rollstühlen und Bollerwagen waren ortsübergreifend junge Familien ebenso vertreten wie Senioren. Es wurden zahlreiche Plakate und Banner hochgehalten, Pfeiffen und Tröten machten den Protest zudem unüberhörbar. Eine Zählung ergab rund 500 Teilnehmer während des Protestzuges.

An der Bundesstraße 6…

Gegen 13 Uhr kreuzte der Protestzug die Bundesstraße 6 an der Kreuzung Molkereistraße/Schützenstraße. Die Bundesstraße musste für die Dauer des Protestzuges voll gesperrt werden. Entlang der Schützenstraße zog der Protestzug durch Meyenfeld bis zum Ort der Abschlusskundgebung auf der Schützenfestwiese. Hier stießen wieder Bürger aus Meyenfeld und Horst hinzu.

Zum Abschluss wurden Ansprachen von Ortsbürgermeister Barthel und der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Thimian-Milz gehalten. Sie stellten ebenfalls das Verfahren in Frage und betonten den negativen Einfluss der Stromtrasse auf die Landwirtschaft und schützenswerte Natur in Garbsen. Es wurde darauf hingewiesen, dass es keine Langzeitstudien zu möglichen Gesundheitsschäden einer solchen Höchststromtrasse gebe, und dass auch die vermeintlich harmlosere Erdverkabelung mit massiven Eingriffen in das Landschaftsbild verbunden sein.

…steht der Verkehr still.

Die Versammlung wurde dann gegen 13:45 Uhr beendet.

Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Erst eine Woche zuvor hatten die einzelnen Bürgerinitiativen der Garbsener Ortsteile beschlossen, ihre Aktivitäten zu bündeln und sich zusammenzuschließen. Diese Demonstration war die erste gemeinsame Aktion – weitere werden folgen!

Ein großer Dank an alle Teilnehmer aus nah und fern, Redner, Organisatoren, Ordner, Mithelfer und die Polizei, die bei Wind und eiskaltem Wetter mitgeholfen haben, dass diese friedliche Demonstration ein großer Erfolg wurde!

Fotogalerie von der Demo am 7. Februar 2015

Punkt 5 vor 12 wird die Kundgebung gegen Suedlink durch Herrn Steinmetz eröffnet
Der Garbsener Bürgermeister Dr. Grahl bemängelt das intransparente Verfahren.
Der Osterwalder Ortsbürgermeister Haase kritisiert die Gefährung der Moore
Kreativer Protest: Demonstranten als menschlicher Raumwiderstand
Für den Frielinger Heimatbund protestiert Herr Schenk gegen die Landschaftszerstörung
Herr Wachtel vom Nabu bemängelt inakzeptable Eingriffe in die Natur
Viele Bürgerinitiativen entlang der Trasse unterstützen den Protest
Editha Lorberg (MdL) kritisiert die Trassenführung und ihr Zustandekommen
Nach der Kundgebung bricht der Protestzug auf
Alt und jung protestieren gegen die Trasse mitten durch die Moorgeest
Der Protestzug auf dem Weg zur Fußgängerbrücke über die B6
Der Protest zieht von Osterwald in die Landschaft
Hunderte Demonstranten marschieren bei eisigen Temperaturen und trotzen Wind und Wetter
Demonstranten so weit das Auge reicht
Die Bundesstraße 6 muss vollgesperrt werden als der Protestzug kreuzt.
Vertreter von Bürgerinitiativen aus anderen Regionen entlang der Trasse sind mit dabei
Ortbürgermeister Barthel kritisiert die Zerstörung der Erholungsgebiete
Ortbürgermeister Barthel kritisiert die Zerstörung der Erholungsgebiete
Die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Thimian-Milz kritisiert die gesundheitlichen Risiken
Kreativer Protest: Alle sind dabei!