Hunderte demonstrieren gegen den SuedLink in Hannover

Hunderte Demonstranten und zahlreiche Landwirte mit ihren Treckern demonstrierten am 27. Juni 2015 in Hannover gegen die Planung des Südlink gegen Bürgerinteressen. Der kilometerlange Demonstrationszug wand sich einmal um die Innenstadt Hannovers. Insgesamt dauerte der Protest rund zwei Stunden an. Organisiert wurde die Demonstration von der Bürgerinitiative Garbsen gegen Südlink.

Trecker und Demonstranten sammeln sich auf dem ZOB Hannover
Panoramebild am ZOB
Der Demonstrationszug am Bahnhof
Der Zug passiert das Leineufer
Demonstration vor dem Rathaus in Hannover
Banner vor dem Rathaus
Zug auf der Hamburger Allee

Bürgerinitiativen informieren beim Fest der Vereine

Beim Fest der Vereine am 21.6. waren auch die Bürgerinitiativen Garbsen mit dabei. Viel Informationsmaterial erwartete die Besucher auf dem Stand am Südeingang des Rathauses.

Besonderes Interesse erregte das großflächig ausgedruckte Satellitenbild, auf dem der geplante ALT_091-Verlauf der Höchstspannungstrasse durch Garbsen eingezeichnet war. An dem Schaubild wurde viel besprochen und diskutiert.

Sehr beliebt – vor allem bei den jüngeren Mitstreitern – war die Button-Maschine, mit der man sich eine eigene Anstecknadeln mit Motiven gegen die SuedLink-Trasse anfertigen konnte.

Hier ein sehr gelungener Schnappschuss auf myheimat.de, der die Buttonmaschine und das Plakat zeigt, das zur Anti-SuedLink-Demo am 27.6., 12:00 Uhr am ZOB Hannover aufruft. Das Foto hat passenderweise die Überschrift „den Druck erhöhen…“:

Bild von Hans-Werner Blume aus Beitrag Garbsen ist bunt: Fest der Vereine auf www.myheimat.de

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die unermüdlichen Stand-Betreuer und an die Vorbereiter und Auf- und Abbauer, sowie an die Stadt Garbsen für das Ausleihen der Button-Maschine.

Hunderte bei Fahrraddemo in Garbsen

Dreihundert Bürger protestierten am Sonnabend, dem 6. Juni 2015, gegen den Bau der Südlink-Stromtrasse ALT_091 mitten durch Garbsen. Die Fahrraddemonstration begann um 10 Uhr in Osterwald Oberende, weiter ging es über Unterende, Frielingen, Horst, Meyenfeld bis zum Blauen See.

An sieben Orten entlang der Strecke wurden kurze Versammlungen und Ansprachen von den örtlichen Vertretern gehalten und über den Planungsstand und die Aktivitäten den Bürgerinitiativen informiert.

Kundgebung in Horst mit den betroffenen Bürgermeistern der Stadt und der Ortsteile

Wer die ganze Strecke mitfuhr, konnte Kiebitze, Störche, Greifvögel und viel schützenswerte und sensible Natur erleben. Um so nachdrücklicher war der Eindruck von den geplanten tiefen Eingriffen in die Garbsener Landschaft.

Ansprache in Meyenfeld. Immer wieder stoßen neue Demonstranten zum Zug hinzu.

Seinen Ausklang fand die Demonstration am Blauen See, der gemeinsam mit der Garbsener Schweiz ein bedeutendes Erholungsgebiet in Garbsen bildet, und das durch die Überspannung mit Höchstspannungsmasten ebenfalls gefährdet ist.

Abschluss am Blauen See. Das Erholungsgebiet ist durch die Höchststromtrasse gefährdet.

Nicht jeder konnte die ganze Strecke mitfahren, der Anschluss klappte jedoch nahtlos, denn in den Orten stießen mehr und mehr neue Mitstreiter hinzu, so dass nach offizieller Schätzung insgesamt 300 Bürger am Protest beteiligt waren.

Ein großer Dank geht an alle Teilnehmer, Organisatoren und Unterstützer, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

Klartext auf DialogEnergieZukunft(EnBW): Energiespeicher statt HGÜ-Leitungen für die Energiewende

Auf dem DialogEnergieZukunft-Protal von EnBW redet Stephan Grüger (SPD, MdL Hessen, EUROSOLAR) Klartext:

Von wegen Stromüberschuss im Norden: „[Im Norden wird] mit rund 306 TWh pro Jahr mehr Strom verbraucht[], als selbst in der optimistischsten Planung on- und offshore Windstrom produziert werden wird“. Grüger fordert Energiespeicher statt teurer HGÜ-Leitungen.

Besonders deutlich wird er in dem Abschnitt „Der (Braun)Kohledeal“. Dort heißt es „Südlink ist also NICHT das ‚Backbone der Energiewende‘, sondern eher die Garantie für den Fortbetrieb der alten Kohlekraftwerke[..].“

Hier geht’s zum Artikel.