Zeit online: Keine Angst vor der Energiewende!

Zeit online berichtet über eine Stellungnahme verschiedener Wissenschaftsakademien zu Themen der Energiewende. Darin heißt es: „Die Energiewende funktioniert, wenn man will: Eine Studie von über 100 Experten kommt zum Schluss, dass dafür kein Stromtransport vom Norden in den Süden notwendig ist.

Die Wissenschaftler propagieren verschiedene Lösungen zur dezentralen Energieerzeugung. So wird auf die Wasserstoffgewinnung überschüssigem Ökostrom zur Überwindung der Dunkelflauten bei fehlendem Wind oder Sonnenlicht hingewiesen. Ferner könne dazu ein intelligentes dezentrales Strommanagement mit verschiedenen Batteriespeichern beitragen, aber auch die Nutzung von Erdwärme, sowie der Einsatz flexibler Gaskraftwerke.

Hier geht’s zum Artikel auf Zeit online.

Stellungnahme der Bürgerinitiativen Garbsen zum Bundestagsbeschluss

Die Bürgerinitiativen gegen SuedLink in Garbsen haben eine erste Stellungnahme zum Bundestagsbeschluss für den Erdkabelvorrang formuliert.

Dabei wird insbesondere auf Informationen Bezug genommen, die im Rahmen der vom BMWI geförderten Bürgerdialog Stromnetz-Veranstaltungen geäußert wurden. Demnach verursachen auch Erdkabel durch die Beeinträchtigung der Bodenstruktur und der Wasserführung im Boden erhebliche Umweltauswirkungen. Weitere Informationen und eine Dokumentation zu den Vorträgen von Prof. Hoffmann (Uni Hannover) sowie Dr. Feldwisch (Ingenieurbüro Feldwisch) vom 24. September 2015, in Hannover, finden sich im Internet unter www.buergerdialog-stromnetz.de.

Die Bürgerinitiativen gegen SuedLink in Garbsen positionieren sich daher weiterhin kritisch zum Höchstspannungsleitungsbau:

Aufgrund der vorliegenden Informationen hat auch die Erdverkabelung negative Wirkungen auf die Umwelt und bedeutet einen wesentlichen Eingriff in Natur und Landschaft und gefährdet den Menschen.
Die Trassenführung ALT_091 wird von den Garbsener Initiativen sowohl als Frei- als auch als Erdleitung abgelehnt, da entlang der Trasse erhebliche Raumwiderstände vorhanden sind, die sowohl die oberirdische als auch die unterirdische Trassenführung verbieten.

Forderung der Bürgerinitiativen Garbsen gegen Südlink nach der Entscheidung „Vorrang der Erdverkabelung beim Bau von Gleichstromleitungen“:

Die Bürgerinitiativen Garbsen gegen SuedLink fordern sowohl den Netzbetreiber Tennet als auch die Bundesnetzagentur  auf, die Trassenführung ALT_091 ersatzlos zu streichen. Die Trasse ALT_091 stößt auf alle Raumwiderstände, die (uns) bisher bekannt sind.
Zur Erinnerung: Die ALT_091 führt in Garbsen zwischen Osterwald und Frieligen, zwischen Horst und Meyenfeld über die Garbsener Schweiz. Die Mega-Stromtrasse soll zudem rücksichtslos mitten durch die Hannoversche Moorgeest geführt werden. Die Hannoversche Moorgeest ist ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das gerade mit EU-Fördermitteln stabilisiert wird.

Mögliche und zu erwartende Folgen des Baus dieser Trasse mit einer Kombination von Erdverkabelung und Hochspannungsleitungen für die Bewohner Garbsens sind beispielsweise:

Eingriffe in Landschaftsschutzgebiete und Naturräume
Massive Beeinträchtigung von Erholungsräumen
Zerstörung des dörflichen Charakters
Minderung der Werte von Immobilien
Gesundheitliche Beeinträchtigungen

Es stellt sich die Frage, weshalb eine solche großtechnische Einrichtung überhaupt quer durch einen Ballungsraum geführt werden soll, in dem die Bewohner bereits durch zwei Flughäfen, die Autobahn 2 und die Bundesstraße 6 reichlich Belastungen durch die Infrastruktur tragen.
Die bisherige Planung der SuedLink Trassen mit einer großen Anzahl von Alternativen hat viele Menschen verunsichert. Nun ist es wirklich an der Zeit, nur noch die Trassen zu prüfen, die umweltpolitisch und wirtschaftlich machbar sowie politisch vertretbar sind.

Bundestag beschließt Vorrang für Erdkabel

Am Freitag, 4.12., hat der Bundestag den Vorrang der Erdverkabelung bei Gleichstromtrassen beschlossen. Mehr Informationen dazu in der Pressemitteilung von MdB Hendrik  Hoppenstedt.

Weitere Informationen dazu u.a. bei n-tv und Fuldaer Zeitung.

Der Hamelner Kreis feiert die Entscheidung als Erfolg, siehe in den Weserbergland-Nachrichten.

Die Bürgerinitiativen gegen SuedLink in Garbsen positionieren sich auch nach der Entscheidung zum Erdkabelvorrang weiterhin kritisch zum Höchstspannungsleitungsbau und fordern sowohl den Netzbetreiber Tennet als auch die Bundesnetzagentur auf, die Trassenführung ALT_091 ersatzlos zu streichen.