Vorzeige-Dorf der Energiewende soll für Braunkohleverstromung weichen

Foto: Pixabay, CC0

Das ARD-Magazin Monitor berichtet in der Sendung vom 14.9. über das Dorf Proschim in der Niederlausitz. Mithilfe von Biogas- und Photovoltaikanlagen und einem eigenen Windpark erzeugt das Dorf 10 mal so viel Strom wie es selbst verbraucht.

Zum Vergleich: in Garbsen ist es mindestens entgegengesetzt: Bei uns wird derzeit mehr als 10 mal soviel Strom verbraucht wie selbst regenerativ erzeugt – also viel zu wenig!

Proschim hat allerdings ein anderes Problem: es liegt am Rande eines riesigen Braunkohletagebaus (siehe etwa hier auf OpenStreetMap)  und die Bagger kommen immer näher. Da die Bundesregierung weiter auf Braunkohleverstromung setzt, wird es wohl bald verschwinden.

Der gesamte Artikel findet sich HIER . Im Video beginnt das Thema bei Minute 3:50. Der Originalton des Videos ist auch im Text zu finden; dort am besten nach dem Stichwort „Proschim“ suchen.

Thüringer Vorschlag: weitere Alternative betrifft Garbsen

Ausschnitt aus dem Thüringer Trassenvorschlag.
Foto: En, Karte: Bundesnetzagentur

Das Land Thüringen hat einen neuen Trassenvorschlag zum SuedLink bei der Bundesnetzagentur eingereicht. Es handelt sich um eine Route, die westlicher als die bisher bekannten Trassensegmente 55,57 und 58 verläuft. Sie passiert mit ihren vielen alternativen Segmenten das Steinhuder Meer im wesentlichen westlich, sieht aber auch einen neuen alternativen Trassenkorridor vor, der über die Segmente 57 und 58 verläuft.

Die gesamte Karte mit dem Thüringer Trassenvorschlag kann hier eingesehen werden.

Die Übertragungsnetzbetreiber sollen den neuen Vorschlag nun auf seine Eignung hin überprüfen.