GARBSEN GEGEN SUEDLINK
Bürgerinitiativen Garbsen

KATEGORIE: TRASSENPLANUNG

19.5.2019

SuedLink: Öffentlichkeitsbeteiligung hat begonnen

Einwände senden!

Die Übertragungsnetzbetreiber haben bei der Bundesnetzagentur den Antrag auf Bundesfachplanung gestellt. Die Antragsunterlagen können nun an verschiedenen Stellen eingesehen werden, so etwa in den Räumen der Bundesnetzagentur in der Willestraße 2, 30173 Hannover (Mo-Mi 8-16, Do 8-17:30, Fr 8-13 Uhr) oder im Internet unter www.netzausbau.de/beteiligung3-b und www.netzausbau.de/beteiligung4-b.

Die Bundesnetzagentur führt eine sogenannte strategische Umweltprüfung durch. Umweltverbände - aber auch Einzelpersonen! - sind aufgerufen, ihre Einwendungen gegen das geplante Vorhaben bis zum 12. Juli 2019 schriftlich zu äußern. Dies kann auf dem Postweg erfolgen, und zwar an die Adresse

mit dem Betreff

oder per eMail oder Onlineformular bei den obenstehenden Links.

Einwendungen können sich auf die verschiedensten Aspekte der Umweltprüfung beziehen, etwa auf den Menschen (insb. hinsichtlich der menschlichen Gesundheit) sowie auf Tiere, Pflanzen, biologische Vielfalt, Fläche, Boden, Wasser, Klima, Luft, Landschaft, kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter.

21.02.2019

TenneT schlägt Trassenverlauf durch Garbsen vor

Die Übertragungsnetzbetreiber TenneT und TransnetBW haben ihren Vorschlag für den SuedLink-Korridorverlauf veröffentlicht, den sie Ende Februar bei der Bundesnetzagentur einreichen werden. Danach wird statt der bislang präferierten östlichen Route nun plötzlich die Variante westlich von Hannover vorgeschlagen, deren Trassensegmente 55 und 58 durch Garbsen führen.

Die Übertragungsnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Bundesnetzagentur dann gegen Ende des Jahres die Entscheidung für den Trassenkorridor fällen wird.

Damit steht zu befürchten, dass die Mega-Stromtrasse westlich von Alt-Garbsen im Bereich des Golfplatzes am Blauen See, dann zwischen Schloss-Ricklingen und Horst hindurch und schließlich am westlichen Ortsrand von Frielingen entlang verlaufen wird.

Die Trasse soll zunächst eine elektrische Leistung von 4 Gigawatt transportieren. Das ist die Leistung von mehr als 3 Atomkraftwerken. Aufgrund des sogenannten Bündelungsgebots und des neuerdings verfolgten Ansatzes, bei der Kabelverlegung auch gleich Leerrohre für weitere Leitungen zu verlegen, ist mit einem Ausbau auf 10 Gigawatt oder mehr zu rechnen, wie auch schon in Netzentwicklungsplänen prognostiziert wurde.

Die Verwaltung der Stadt Garbsen trifft sich dazu am Freitag, 22. Februar mit Vertretern der Bürgerinitiativen, um die neue Situation zu besprechen und die weiteren Schritte abzustimmen.

Weiterlesen:

17.11.2019

Korridorsegment 57 gestrichen - SuedLink rückt näher!

Am 25.10.2018 informierte TenneT die Stadt Garbsen, dass das Korridorsegment 57, das westlich von Schloss Ricklingen verläuft, aus der weiteren Untersuchung gestrichen wurde. Die weiteren Untersuchgungen hätten ergeben, dass dort deutlich größere Realisierungshemmnisse vorliegen.

Illustration: En, Kartendaten von OpenStreetMap

Begründet wird dies vor allem mit der Ausweitung der Rohstoffgewinnung aus der Mergelgrube bei Dedensen gemäß des regionalen Raumordnungsprogramms RROP 2016 der Region Hannover. Das Abbaugebiet soll nach Nordosten bis zum Mittellandkanal ausgeweitet werden und liegt damit mitten im Korridorsegment 57 (auf dem obigen Kartenausschnitt nicht sichtbar). Da das Segment 57 mit der Leinequerung und dem angrenzenden FFH-Gebiet ein weiteres sehr hohes Realisierungshemmnis enthalte, wird es gegenüber dem Segment 58 als weniger geeigneter eingestuft und damit aus der weiteren Planung gestrichen. Eine Zustimmung der Bundesnetzagentur zu diesem Vorschlag der Übertragungsnetzbetreiber wird in den kommenden Tagen erwartet.

SuedLink rückt näher an die Stadt - der Kampf gegen die Trasse geht weiter

Wilfried Aick von den Bürgerinitiativen Garbsen gegen SuedLink informierte den Ortsrat Garbsen am vergangenen Mittwoch über ein entsprechendes Schreiben der Übertragungsnetzbetreiber. "Die Bedrohung ist zurück, denn die einzig übrige Variante im Westen rückt näher an Garbsen haran." Der Kampf gegen die Trasse und für mehr Lebensqualität in Garbsen wird weitergehen - notfalls wird man im Planfeststellungsverfahren vor Gericht ziehen, so Aick.

Das nächste Treffen der Bürgerinitiativen Garbsen findet am Donnerstag, den 17.1.2019 um 19:00 Uhr im Vereinsheim Meyenfeld statt. Vertreter aller Ortsteile sind wie immer herzlich willkommen!

Die Neue Presse berichtet

10.08.2018

Erdkabel: Bodenuntersuchungen in Wunstorf

Netzbetreiber Tennet will an verschiedenen kritischen Stellen der SuedLink-Korridorvarianten Bodenuntersuchungen vornehmen, um die baulichen Voraussetzungen für eine mögliche Erdkabelverlegung zu prüfen.

Eine dieser Bodenuntersuchungen soll in Wunstorf vom 13. August bis 5. Oktober durchgeführt werden. Weitere Informationen dazu auf HAZ.de. Es handelt sich dabei offenbar um eine Stelle in Luthe auf dem Korridorsegment 57, das die Leine quert.

Deutlicher Landschaftseingriff durch Erdkabel
Deutlicher Landschaftseingriff durch Erdkabel
Illustration: Hi
11.11.2016

SuedLink-Trassensegmente 55, 57 und 58

Die Firma Tennet hat am 27. September 2016 die neue Planung für Südlink veröffentlicht. Einer von zwei möglichen Korridoren führt durch Garbsen. Direkt betroffen sind Frielingen, Schloß Ricklingen und Horst. Es handelt sich um die Trassensegmente 55, 57 und 58.

Illustration: En, Kartendaten von OpenStreetMap

Am 24.10.2018 informierte TenneT die Stadt Garbsen, dass das Korridorsegment 57, das westlich von Schloss Ricklingen verläuft, aus der weiteren Untersuchung gestrichen wurde, da dort deutlich größere Realisierungshemmnisse vorlägen. Somit bleibt für die Korridorvariante westlich von Hannover nur noch der Verlauf zwischen Schloss Ricklingen und Horst übrig:

Illustration: En, Kartendaten von OpenStreetMap

Auf der Webseite des Netzbetreibers TenneT TSO kann eine detaillierte Karte aller vorgeschlagenen Trassensegmente heruntergeladen werden: Übersichtskarten Erdkabelvorschläge Deutschland

Da die Trasse bei Garbsen auf kurzer Strrecke die Autobahn 2, die B441, den Mittellandkanal und die Leine queren muss, steht zu befürchten, dass sie dort nicht als Erdkabel verlegt werden kann, sondern auf Strommasten geführt wird. In vorangegangenen Planungen waren für Südlink Strommasten mit einer mittleren Höhe von 65m angenommen worden.

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