GARBSEN GEGEN SUEDLINK
Bürgerinitiativen Garbsen

KATEGORIE: VERANSTALTUNGEN

29.05.2018

Elektrosmog im Bett? Bürgerinitiativen Garbsen bei der Infoveranstaltung

Ein Bett wurde vor dem Eingang aufgebaut, unter dem Stromkabel vorbeiführten. Daneben prangt das große Plakat STOPPT DIE TRASSE
Foto: M.Stitz

Mit einer spektakulären Aktion haben die Bürgerinitiativen bei der TenneT-Infoveranstaltung an der Aula am Planetenring auf fehlende Abstandsregelungen von Erdkabeln hingewiesen. Ein Bett wurde vor dem Eingang aufgebaut, unter dem Stromkabel vorbeiführten. Daneben prangt das große Plakat STOPPT DIE TRASSE. In der Tat gibt es bei Erdkabelverlegung des SuedLink keine Abstandregelung zu Wohngebäuden, so dass das Kabel durchaus durch den Vorgarten direkt am Haus entlang verlegt werden kann: 4 Gigawatt (die Leistung von 3-4 Kernkraftwerken) direkt neben dem Kopfkissen.

Die Mitglieder der Bürgerinitiativen waren vor Ort und haben bei der TenneT-Infoveranstaltung kritische Fragen gestellt und verwundert festgestellt, dass einige Mitarbeiter des Veranstalters offenbar nicht über wesentliche Fragen informiert waren, die die Bürger betreffen. So war einigen nicht bewusst, dass auch schon darüber diskutiert wurde, dass SuedLink später erweitert werden könnte auf eine Leistung bis zu 10 GW. Zusätzliche Leitungen werden präferiert dort hin gelegt werden, wo schon welche verlaufen ("Bündelungsgebot"). Damit würde die derzeitig geplante Trasse noch breiter werden. U.a. hat die HAZ darüber berichtet.

Auch wurde an mehreren Info-Tischen behauptet, dass von der Höchstspannungsleitung keinerlei gesundheitliche Gefährdung ausginge. Man fragt sich, woher Tennet diese Information hat, wenn selbst die Strahlenschutzkommission eine Gesundheitsgefährdung nicht sicher ausschließen kann und dazu erst im letzten Jahr Langzeituntersuchungen gestartet hat, die noch mehrere Jahre andauern werden.

Im Planungsverfahren gibt es noch keine neuen Meilensteine zu vermelden. In der Region Hannover sind weiterhin die Ost- und die Westtrasse gleichsam Gegenstand der Untersuchungen (siehe dazu die Karte im Online GIS). Die Übertragungnetzbetreiber müssen nach Abschluss der Prüfungen die Unterlagen bei der Bundesnetzagentur einreichen, die dann darüber informiert und die Träger öffentlicher Belange (Städte u. Gemeinden) um Stellungnahme ersucht. Der aktuelle Stand der Planungen kann hier und hier auf Netzausbau.de der Bundesnetzagentur eingesehen werden.

24.02.2018

Keine ruhige Kugel schieben - Bürgerinitiativen boßeln mit!

beim Boßeln
Foto: En

Die Bürgerinitiativen Garbsen-gegen-Suedlink traten beim achtzehnten Meyenfelder-Wanderpokal-Boßel-Vergnügen mit einer eigenen Mannschaft an. Trotz eisiger Minus-Grade waren 10 Mannschaften sowie zwei Kinder-Teams zu dem Boßel-Turnier angetreten, um die Holzkugeln den Feldweg zwischen Meyenfeld und Horst entlangzurollen.

Erstaunlich viele Kugeln kamen sehr weit, aber so manche landeten auch verfrüht im Gras oder im Unterholz. In geselliger Runde wurde zur Halbzeit den heißen Getränken und mitgebrachten Speisen zugesprochen. Danach hieß es, den Weg wieder zurückzuboßeln. Schließlich wurde im Vereinsheim Meyenfeld zum Aufwärmen und natürlich zur Siegerehrung eingekehrt. Die Mannschaft der Bürgerinitiativen erreichte den 8. Platz - durchaus beachtenswert zumal im Team auch Boßel-Neulinge dabei waren.

Für die Bürgerinitiativen war es eine willkommene Gelegenheit, wieder auf die immer noch aktuelle Suedlink-Problematik hinzuweisen; denn im aktuellen Verfahren ist der Trassenkorridor durch Garbsen weiterhin als Alternativroute ausgewiesen.

28.10.2017

Kritisch-konstruktive Gespräche über Energieversorgung in Garbsen

Es geht nicht immer nur darum, gegen etwas zu sein: Die Bürgerinitiativen Garbsen gegen SuedLink lehnen zwar die SuedLink-Trasse ab, bekennen sich aber ausdrücklich zur Energiewende. Gerade wenn direkt vor Ort Energie regenerativ erzeugt und verbraucht wird, sind Fernstromleitungen wie der SuedLink überflüssig. Vertreter der Arbeitsgruppe "Energieversorgung 2040" Jens-Holger Göttner (SPD), Heinrich Dannenbrink (CDU) und Dirk Grahn (Die Grünen) informierten in der gut besuchten Veranstaltung der Bürgerinitiativen über die Arbeit der Stadtwerke und den Stand der Arbeitsgruppe.

Vertreter der Arbeitsgruppe Energieversorgung 2040 beim Treffen der Bürgerinitiative
Vertreter der Arbeitsgruppe Energieversorgung 2040 beim Treffen der Bürgerinitiative
Foto: We

Insgesamt beträgt der Anteil des in Garbsen regenerativ erzeugten Stroms nicht einmal 10 Prozent. Die Anwesenden waren sich einig, dass man diesen Anteil mit dem richtigen Strom-Mix erhöhen müsse und dass es dazu dringend der Sammlung vieler Ideen und Ansätze bedürfe. Ein erster Vorschlag aus der Runde lautete, dass bei neu ausgeschriebenen Baugebieten in Garbsen klare Vorgaben zur Umweltverträglichkeit und zur energetischen Ausrichtung gemacht werden müssten. Neue Häuser sollten einen möglichst hohen Grad an Energieautonomie aufweisen. Es könne nicht sein, dass heutzutage noch Gebäude entstehen, deren Energiebilanz unter den technischen Möglichkeiten liegt. Entsprechende Vergaberegelungen bei Grundstücken wurden in Garbsen schon angewandt, z.B. Horst-Ost.

Windenergie als regenerative Stromquelle ist nicht unumstritten, wie Waldemar Wachtel vom NABU verdeutlichte. Derzeit wird in Garbsen von nur einem Windrad mit 1 Mio kWh pro Jahr Strom erzeugt, ein Anteil von weniger als einem Prozent des Stromabsatzes der Stadtwerke. Ein weiterer Ausbau der Windenergie ist aufgrund der Bestimmungen im regionalen Raumordnungsprogramm derzeit nicht möglich.

Zudem werden Stromspeicherlösungen interessant. Dirk Grahn erläuterte, dass sich die Technologie inzwischen stark weiterentwickelt habe. Private Solaranlagen müssten den überschüssigen erzeugten Strom mittlerweile nicht mehr ins Netz abgeben sondern könnten ihn auch speichern. Damit würden Autarkiegrade bis 90% möglich.

Dirk Grahn erläuterte ebenfalls, dass die Stadtwerke Garbsen derzeit im Wesentlichen als Stromverkäufer und -verteiler agierten, aber nur in sehr geringem Maße Strom selbst erzeugten. Heinrich Dannenbrink und Dr. Jens-Holger Göttner ergänzten, dass die Geschäftsführung aber bereits signalisiert habe, dass sie auch bereit sei, in die Stromerzeugung vermehrt einzusteigen, wenn es denn den politischen Willen und Auftrag dazu gäbe.

Auf die Nachfrage nach Ergebnissen der Arbeitsgruppe mussten die Anwesenden zur Kenntnis nehmen, dass die Arbeitsgruppe seit ihrer Einrichtung vor etwa einem Jahr noch nicht getagt habe. Es fehle an einem Energiekonzeptrahmen, den die Verwaltung zunächst als Grundlage erstellen solle, so Göttner. Aus den Reihen der Bürgerinitiativen wurde großes Interesse signalisiert, dass mit der Arbeit zügig angefangen werde. Organisationen wurden genannt, die Kommunen dabei helfen, sich energieautonom aufzustellen und bei der Erstellung entsprechender Konzepte unterstützen können, wie etwa deENet oder Kommunal erneuerbar. Ferner gibt es eine lange Liste von Orten, die sich mittlerweile autark mit Strom versorgen; auch dort kann man sich Rat holen. Zu dem Thema finden sich weitere Hinweise unter energieautonomie.garbsen-gegen-suedlink.de Einig ist man sich, dass alle verstärkt mitarbeiten müssen, die Klimaschutzziele zu erreichen.

Dr. Göttner und Dannenbrink erläuterten, dass in der Arbeitsgruppe "Energieversorgung" neben den Ratsmitgliedern auch Vertreter der Bürgerinitiativen mitwirken könnten. Ein solches Angebot nehmen die Bürgerinitiativen gern an. Gewünscht wird zunächst eine baldige öffentliche Auftaktsitzung der Arbeitsgruppe "Energieversorgung 2040".

18.06.2017

Bürgerinitiativen Garbsen beim Fest der Vereine

Am 18. Juni fand das 10. Fest der Vereine im Garbsener Rathaus und auf dem Rathausplatz statt. Auch die Bürgerinitiativen Garbsen waren mit dabei und haben an ihrem Stand über den Verlauf der neuen SuedLink-Trassenkorridore und den Stand des Verfahrens informiert.

Foto: Fo

Mit einem Modell im Maßstab 1:220 (Spur Z) wurden Auswirkungen für die Landschaft und auch geltende Abstandsregelungen verdeutlicht. Das Modell zeigt exemplarisch den Kabelgraben in der Bauphase und auch die riesigen Leitungsmasten mit deren Dimensionen und Mindestabständen zur Wohnbebauung. Überlandleitungen werden beim SuedLink zum Einsatz kommen, wenn Erdkabelverlegung aus technischen oder wirtschaftlichen Gründen nicht darstellbar ist. Dies könnte beim Unterqueren der Leine der Fall sein; so konnten die SuedLink-Planer bei der Bürgerversammlung in Frielingen (siehe hier) nicht überzeugend darstellen, dass dies technisch und wirtschaftlich machbar ist.

Modell der Trasse
Foto: En

Mit der Button-Maschine konnten wieder Buttons mit den Logos der Bürgerinitiativen Garbsen geprägt werden, wie auch schon beim letzten Fest der Vereine, siehe Bürgerinitiativen informieren beim Fest der Vereine im Jahr 2015.

27.11.2016

Bürgerversammlung: Notwendigkeit des SuedLink nicht überzeugend dargelegt!

Der Saal im Hotel Bullerdieck füllte sich schnell. Es kamen so viele interessierte Bürger, dass viele mit den Stehplätzen im hinteren Bereich vorlieb nehmen mussten. Viele waren in einem Demonstrationszug – begleitet von 4 Traktor-Gespannen - von Horst in Richtung Frielingen marschiert und hatten mit Fackeln und Plakaten gegen die geplante Trasse protestiert.

Bilder von der Demo
Fotos: En

Neben den Bürgern waren auch Lokal- und Landespolitiker zu der von den Bürgerinitiativen Garbsen gegen SuedLink organisierten Veranstaltung gekommen.

Garbsens Bürgermeister Dr. Grahl begrüßte die Anwesenden und wies darauf hin, dass Garbsen mit der A2, der B6 und zwei Flughäfen schon jetzt von vielen Trassen in Mitleidenschaft gezogen sei.

Matthias Wantia von der Firma TenneT stellte die Trassenkorridore in den Segmenten 55, 57 und 58 vor, die jeweils westlich durch Frielingen, Schloss Ricklingen und Horst führen. Er erläuterte zusammen mit seinen Kollegen, wie problematische Raumwiderstände wie die Leine oder der Golf- bzw. Campingplatz mit dem Erdkabel unterquert werden sollen. Dabei fiel sehr oft das Wort „möglicherweise“. Offenbar ist noch nicht klar, ob eine Unterquerung dieser Engstellen mit Erdkabeln technisch überhaupt möglich ist. Was die Alternative sein würde, blieb offen – wenn im weiteren Verfahren der Trassenkorridor erst einmal festgelegt ist, steht zu befürchten, dass die über 70 Meter hohen Überlandleitungen zum Einsatz kommen werden.

Als nächster Vortragender setzte sich Dr. Holger Hennies vom Landvolkkreisverband Hannver mit der Frage auseinander, warum die Entschädigungen für Landwirte im verschwindenden Promille-Bereich der Gesamtaufwände für den SuedLink liegen, obwohl die Trasse zu 80% durch landwirtschaftliche Nutzfläche verlaufen soll. Er rief die Landwirte auf, sich in die Diskussionen einzubringen und sich zu Grundstückseigentümergemeinschaften zusammenzuschließen. Der Landvolkkreisverband werde dabei unterstützen.

Waldemar Wachtel vom NABU Region Hannover zählte die vielen verschiedenen Raumwiderstände im Verlauf des Trassenkorridors durch Garbsen auf. Insbesondere wies er auf die in diesem Bereich vorkommenden streng geschützten Tierarten hin. Er forderte von TenneT die Verlängerung der Abgabefrist für Raumwiderstands-Hinweise im Hinblick auf die viel zu kurze Zeit für gründliche Untersuchungen des Korridorverlaufs. Unverständlicherweise beharrten die TenneT-Vertreter auf dem 29.11.2016 als Abgabetermin, obwohl sie vorher stets die Wichtigkeit der Eingaben der Bevölkerung für das Verfahren betont hatten.

Als nächster Redner stellte Siegfried Lemke vom Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink die Alternativen zum Netzausbau vor. Dazu gehöre vor allem die Power-to-gas-Technologie, die durch Elektrolyse aus überschüssigem erneuerbarem Strom Wasserstoff produziert, der ferner auch mit Kohlendioxid zu Methan (=Erdgas) angereichert werden und im bereits vorhandenen Gasnetz gespeichert und weitergeleitet werden kann. Die Transport- und Speicherinfrastruktur ist also schon vorhanden und muss nicht erst teuer erstellt oder gar gegen Widerstände durchgesetzt werden. [Hinweis: Erläuterungen zu power-to-gas finden sich z.B. hier und hier auf YouTube]. Herr Lemke zeigte auf, dass Stromnetzbetreiber kein Interesse an diesen Alternativen haben: Sie verdienten nämlich bereits am Durchleiten der Windstrom-Spitzen. Die Netzbetreiber könnten beim SuedLink mit einer Rendite von knapp 7% rechnen. Mit einem Sparkonto kann man von solchen Zinsen heutzutage nur träumen.

In der anschließenden Diskussion brachten Anwohner ihre Sorgen ein, dass die Leitung womöglich zu nahe an Grundstücken verlaufen könnte und fragten nach einer Abstandsregelung. Erst nach wiederholtem Nachfragen eröffneten die TenneT-Mitarbeiter, dass es für Erdkabel keine Abstandsregelung gäbe. Es wurde nur auf das Bundesimmissionsschutzgesetz verwiesen [Anmerkung: die Grenzwerte darin (siehe hier, §3a und Anhang 1) sind aber mit 500µT so hoch angesetzt, dass damit für erdgeführte Kabel kein Abstand zu Gebäuden ableitbar ist - anders übrigens als in der Schweiz].

Weiterhin wurde von den Anwohnern ein Alternativvorschlag der Firma Infranetz AG vorgetragen, der einen Streckenverlauf entlang der A7 vorsieht. Herr Wantia antwortete, TenneT habe bereits bei den zuständigen Behörden bezüglich einer Verlegung entlang der Autobahn angefragt und den Hinweis bekommen, dass dies wegen einer bestehenden Abstandregelung nicht möglich sei. Damit erntete er Entrüstung bei den Bürgern: Für die Autobahnen wurden offenbar Mindestabstände gewährt; zu den Häusern und Grundstücken der Anwohner aber muss gar kein Abstand eingehalten werden.

Mehrfach wurde in der Versammlung darauf hingewiesen, dass letztendlich die Politik gefordert sei, für eine sinnvolle und zumutbare Ausgestaltung der Energiewende zu sorgen. Die Bürger sollten sich an ihre gewählten Politiker wenden. Herr Grahl meldete sich diesbezüglich zu Wort und forderte TenneT auf, die Garbsener von der Notwendigkeit der Stromtrasse zu überzeugen. Dies sei noch nicht ausreichend erfolgt.

Lorberg
Foto: Fo

Die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg ergänzte: „Ich werde alles dafür tun, dass diese Trasse nicht durch Garbsen geht, möglichst gar nicht kommt. Und dabei bleibe ich, solange mir niemand wirklich Argumente zeigt, dass diese Trasse wirklich notwendig ist."

Hier der Audio-Mitschnitt:

Audiospur: Fo

In der Versammlung wurden mehr als 140 Unterschriften gegen die SuedLink-Trasse gesammelt.

27.06.2015

Hunderte demonstrieren gegen den SuedLink in Hannover

Hunderte Demonstranten und zahlreiche Landwirte mit ihren Treckern demonstrierten am 27. Juni 2015 in Hannover gegen die Planung des Südlink gegen Bürgerinteressen.

Die Presse berichtet:


Panoramabild am ZOB
Die Protestbewegung sammelt sich am ZOB

Der kilometerlange Demonstrationszug wand sich einmal um die Innenstadt Hannovers. Insgesamt dauerte der Protest rund zwei Stunden an. Organisiert wurde die Demonstration von der Bürgerinitiative Garbsen gegen Südlink.

Demonstration vor dem Rathaus in Hannover
Demonstration vor dem Rathaus in Hannover
Banner vor dem Rathaus
Banner vor dem Rathaus
Zug auf der Hamburger Allee
Zug auf der Hamburger Allee

Fotos: En

21.06.2015

Bürgerinitiativen informieren beim Fest der Vereine

Beim Fest der Vereine am 21.6. waren auch die Bürgerinitiativen Garbsen mit dabei. Viel Informationsmaterial erwartete die Besucher auf dem Stand am Südeingang des Rathauses.

Stand beim Fest der Vereine
Foto: En

Besonderes Interesse erregte das großflächig ausgedruckte Satellitenbild, auf dem der geplante ALT_091-Verlauf der Höchstspannungstrasse durch Garbsen eingezeichnet war. An dem Schaubild wurde viel besprochen und diskutiert.

Karte des Trassenverlaufs
Foto: En

Sehr beliebt - vor allem bei den jüngeren Mitstreitern - war die Button-Maschine, mit der man sich eine eigene Anstecknadeln mit Motiven gegen die SuedLink-Trasse anfertigen konnte.

Botton mit Logo
Foto: En

Hier ein sehr gelungener Schnappschuss auf myheimat.de, der die Buttonmaschine und das Plakat zeigt, das zur Anti-SuedLink-Demo am 27.6., 12:00 Uhr am ZOB Hannover aufruft. Das Foto hat passenderweise die Überschrift "den Druck erhöhen...":

Bild von Hans-Werner Blume aus Beitrag 'Garbsen ist bunt: Fest der Vereine' auf www.myheimat.de

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die unermüdlichen Stand-Betreuer und an die Vorbereiter und Auf- und Abbauer, sowie an die Stadt Garbsen für das Ausleihen der Button-Maschine.

06.06.2015

Hunderte bei Fahrraddemo in Garbsen

Dreihundert Bürger protestierten am Sonnabend, dem 6. Juni 2015, gegen den Bau der Südlink-Stromtrasse ALT_091 mitten durch Garbsen. Die Fahrraddemonstration begann um 10 Uhr in Osterwald Oberende, weiter ging es über Unterende, Frielingen, Horst, Meyenfeld bis zum Blauen See.

Die Route
Zeichnung: En

An sieben Orten entlang der Strecke wurden kurze Versammlungen und Ansprachen von den örtlichen Vertretern gehalten und über den Planungsstand und die Aktivitäten den Bürgerinitiativen informiert.

Kundgebung in Horst mit den betroffenen Bürgermeistern der Stadt und der Ortsteile
Kundgebung in Horst mit den betroffenen Bürgermeistern der Stadt und der Ortsteile
Foto: Hi

Wer die ganze Strecke mitfuhr, konnte Kiebitze, Störche, Greifvögel und viel schützenswerte und sensible Natur erleben. Um so nachdrücklicher war der Eindruck von den geplanten tiefen Eingriffen in die Garbsener Landschaft.

Seinen Ausklang fand die Demonstration am Blauen See, der gemeinsam mit der Garbsener Schweiz ein bedeutendes Erholungsgebiet in Garbsen bildet, und das durch die Überspannung mit Höchstspannungsmasten ebenfalls gefährdet ist.

Nicht jeder konnte die ganze Strecke mitfahren, der Anschluss klappte jedoch nahtlos, denn in den Orten stießen mehr und mehr neue Mitstreiter hinzu, so dass nach offizieller Schätzung insgesamt 300 Bürger am Protest beteiligt waren.

Ein großer Dank geht an alle Teilnehmer, Organisatoren und Unterstützer, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

24.03.2015

Menschenkette gegen SuedLink zwischen Lohnde und Gümmer

Etwa 100 Mitstreiter trafen sich am Dienstagabend in Lohnde, um eine Menschenkette entlang der Straße Richtung Gümmer zu bilden - genau dort, wo die Alternative ALT_091 der SuedLink-Stromtrasse entlangführen soll. Die Aktion wurde initiiert von Fr. Richter vom Seelzer Ausschuss für Bau und Umwelt - unterstützt von der Bürgerinitiative Gümmer-Lohnde.

Foto: En

Vertreter der Seelzer Lokalpolitik waren mit vor Ort. Und auch Mitstreiter von der Bürgerinitiative Horst haben die Menschenkette unterstützt.

Foto: Le

Mit Warnwesten, Knicklichtern, Taschenlampen und Fackeln bewaffnet, wurde ein deutliches Zeichen gegen den SuedLink gesetzt. Die Aktion wurde eigens von einer Drohne gefilmt.

Die Drohne wird einsatzbereit gemacht.
Die Drohne wird einsatzbereit gemacht.
Foto: En
07.02.2015

Hunderte Teilnehmer bei Demo gegen Suedlink!

Hunderte Teilnehmer nahmen an den Kundgebungen und dem Protestmarsch gegen den Suedlink in Garbsen teil, Zählungen und Schätzungen gehen von insgesamt rund 700 Teilnehmern aus: Auf dem Protestzug wurden 500 Demonstranten gezählt; nicht jeder konnte bei eisigem Wetter die ganze Strecke mitlaufen, etwa je 100 zusätzliche Demonstranten stießen an den beiden Kundgebungsplätzen hinzu oder liefen einfach nur ein Stück des Weges mit.

Die Veranstaltung begann um Punkt fünf vor zwölf mit der Begrüßung durch Frau Prötel vom gastgebenden Gefügelhof Kuhlmann und durch den Versammlungsleiter Herrn Steinmetz.

Eröffnung der Kundgebung in Osterwald
Eröffnung der Kundgebung in Osterwald

In kurzen Ansprachen kritisierten danach der Garbsener Bürgermeister Grahl, der Osterwalder Ortsbürgermeister Haase, Herr Schenk vom Heimatbund Frielingen, Herr Wachtel vom Nabu und die Landtagsabgeordnete Editha Lorberg das intransparente, beschleunigte Verfahren für die Stromtrasse:

Während die Gemeinden im Osten Hannovers seit einem Jahr informiert seien, finde für Garbsen eine Bürgerbeteiligung zweiter Klasse im Schnellverfahren statt. Zudem wurde kritisiert, dass die Trasse ALT_091 nicht als fachlicher Vorschlag entstanden sei, sondern im Rahmen einer anonymen Bürgerbeteiligung im Osten Hannovers eingebracht wurde - ein solcher Vorschlag könne niemals Akzeptanz finden. Die Beeiträchtigung der Hannoverschen Moorgest und der Erholungs- und Entwicklungsräume in Garbsen an der Trasse sei inakzeptabel.

Redner Grahl und Wachtel
Redner Grahl, Wachtel

Unterstützung war aus Bürgerinitiativen der ebenfalls von der ALT_091 betroffenen Orte Wennigsen, Seelze und aus der Wedemark und dem Calenberger Land angereist. Auf großen Bannern und Plakaten forderten auch sie die Streichung der Trasse ALT_091.

Die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet

Gegen 12.15 Uhr setzte sich der Demonstrationszug dann in Richtung Meyenfeld in Bewegung, und wer sich für die fast 4km lange Strecke fit genug fühlte, machte sich auf den Weg. Mehrere hundert Meter lang zog sich der Protestzug durch die freie Landschaft, die mit der Stromtrasse überbaut und zerstört werden soll. Ein eindrucksvolles Bild des Widerstandes gegen die Monstertrasse! Im bunten Protestzug mit zahlreichen Fahrrädern, aber auch Rollern, Rollstühlen und Bollerwagen waren ortsübergreifend junge Familien ebenso vertreten wie Senioren. Es wurden zahlreiche Plakate und Banner hochgehalten, Pfeiffen und Tröten machten den Protest zudem unüberhörbar. Eine Zählung ergab rund 500 Teilnehmer während des Protestzuges.

An der Bundesstraße 6 steht der Verkehr still
An der Bundesstraße 6 steht der Verkehr still

Gegen 13 Uhr kreuzte der Protestzug die Bundesstraße 6 an der Kreuzung Molkereistraße/Schützenstraße. Die Bundesstraße musste für die Dauer des Protestzuges voll gesperrt werden. Entlang der Schützenstraße zog der Protestzug durch Meyenfeld bis zum Ort der Abschlusskundgebung auf der Schützenfestwiese. Hier stießen wieder Bürger aus Meyenfeld und Horst hinzu.

Zum Abschluss wurden Ansprachen von Ortsbürgermeister Barthel und der stellvertretenden Ortsbürgermeisterin Thimian-Milz gehalten.

Ansprachen
Ansprachen zum Abschluss

Sie stellten ebenfalls das Verfahren in Frage und betonten den negativen Einfluss der Stromtrasse auf die Landwirtschaft und schützenswerte Natur in Garbsen. Es wurde darauf hingewiesen, dass es keine Langzeitstudien zu möglichen Gesundheitsschäden einer solchen Höchststromtrasse gebe, und dass auch die vermeintlich harmlosere Erdverkabelung mit massiven Eingriffen in das Landschaftsbild verbunden sein.

Die Versammlung wurde dann gegen 13:45 Uhr beendet.

Insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg. Erst eine Woche zuvor hatten die einzelnen Bürgerinitiativen der Garbsener Ortsteile beschlossen, ihre Aktivitäten zu bündeln und sich zusammenzuschließen. Diese Demonstration war die erste gemeinsame Aktion - weitere werden folgen!

Ein großer Dank an alle Teilnehmer aus nah und fern, Redner, Organisatoren, Ordner, Mithelfer und die Polizei, die bei Wind und eiskaltem Wetter mitgeholfen haben, dass diese friedliche Demonstration ein großer Erfolg wurde!

Fotos: Hi

18.01.2015

Reges Interesse am Infostand in Horst

Großes Interesse herrschte am 17. Januar 2014 am Infostand der Bürgerinitiativen aus Meyenfeld und Horst beim Jibi-Markt. Der Zuspruch war enorm! Besonders kritisiert wurde, dass die Stromtrasse in Garbsen mitten durch die wenigen verbliebenen Landschaftsschutzgebiete und Erholungsflächen führen soll. Viele Bürger beteiligten sich gleich vor Ort an unserer Petition und nahmen Protestplakate und Infomaterialien mit.

Lebhaftes Interesse am Infostand in Horst
Lebhaftes Interesse am Infostand in Horst
Foto: Hi

Wie geht es in Garbsen weiter?

05.12.2014

Berichte zur Infoveranstaltung in der IGS am 21.11.2014

Am 21.11.2014 fand in der IGS Garbsen eine Informationsveranstaltung zum Thema Südlink statt.

Zum Bericht auf der Internet-Seite der Stadt Garbsen

Ein Videomitschnitt der Veranstaltung kann auf der Internetseite des Heimatbunds Horst angesehen werden:

http://heimatbund-horst.de/suedlink-hochspannungs-trasse/

[ ↑ ]